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+++ Absage aller Präsenz-Gottesdienste bis Ende Februar +++

© P. Böhmker

Angesichts der aktuellen Lage hat der Kirchengemeinderat der Kirchengemeinde Osterrönfeld beschlossen, dass bis Ende Februar

                                 keine Gottesdienste in unserer Kirche gefeiert werden!

 

Es werden aber jeden Freitag, ab ca. 12.00 Uhr,  Lesepredigten an der Kirchentür zur Abholung ausgelegt.

Wenn Sie dieses Angebot nutzen wollen, aber keine Möglichkeit haben vorbeizukommen, melden Sie sich bitte im Kirchenbüro (Tel. 88152). Wir liefern Ihnen die Predigt dann auch gern nach Hause.

Den Text der aktuellen Lesepredigt finden Sie auch hier auf der Seite, etwas weiter unten.

Um Ihnen die Möglichkeit einer stillen Einkehr zu geben, werden wir bis Ende Februar jeden Sonntag von 10-11 Uhr und von 17-18 Uhr die Türen unserer St. Michaeliskirche öffnen. Sie sind herzlich eingeladen hier einen Moment der Stille zu verbringen und einfach mal Durchzuatmen...allerdings mit Maske.

Wie es ab März weitergeht, ist jezt noch nicht absehbar. Sobald es Neuigkeiten gibt, finden Sie die hier.

Bleiben Sie behütet!

Ihre Kirchengemeinde St. Michaelis Osterrönfeld

 

 

Gottesdienst zum Lesen am Sonntag, 24. Januar 2021, 3. Sonntag nach Epiphanias

Liebe Gemeinde,

mit diesem neuen Format möchten wir - der Kirchengemeinderat von St. Michaelis in Osterrönfeld - alle Interessierten in der Gemeinde einmal in der Woche mit einem geistlichen Impuls versorgen. Gottesdienst zu feiern ist bis auf Weiteres ausgesetzt und nicht alle haben einen Zugang zum Internet, um bei einem online-Gottesdienst dabei sein zu können. Wir verweisen aber ausdrücklich auf die vielen Angebote, die es auch in unserer Region und wir immer schon im öffentlich-rechtlichen Fernsehen und Rundfunk gibt.

 

Der Psalm für diesen Sonnatg  (Psalm 86, hier in der Übersetzung des BasisBibel)

Herr, hab ein offenen Ohr, antworte mir!

Denn ich bin niedrig und arm.

Bewahre mein Leben, ich bin dir doch treu!

Hilf deinem Knecht, du bist ja mein Gott!

Ich verlasse mich auf dich.

Denn du, mein Herr, bist gut und bereit zu vergeben.

Deine Güte kommt zu allen, die zu dir rufen.

Hör auf mein Gebet, Herr!

Achte auf mein Flehen um Gnade!

In meiner Not rufe ich zu Dir!

Denn du wirst mir antworten.

Keiner ist wie du, mein Herr, unter den Göttern.

Kein anderer kann deine Werke vollbringen.

Es kommen alle Völker, die du geschaffen hast.

Sie werfen sich vor dir nieder, mein Herr,

und geben deinem Namen die Ehre.

Ja, groß bist du und tust Wunder,

du bist Gott, du allein.

Lehre mich, Herr, deinen Weg!

Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist. Wie im Anfang, so auch jetzt und alle Zeit und in Ewigkeit. Amen.

 

 

Gebet

Gott, du schaffst und vollendest alles

durch dein gutes Wort.

Sprich es auch in unsere Nöte und Ängste,

damit wir sie durch deinen Beistand überwinden. Amen.

Der Predigttext steht im Buch Rut, Kapitel 1, 1-19

In dieser Geschichte geht es um die Treue zwischen zwei Menschen. Noomi und ihre Familie: - der Mann und die Söhne - flüchten vor einer Hungersnot. In der Fremde, im Land Moab, heiraten die Söhne zunächst, doch bald sterben die Männer und Noomi bleibt mit ihren beiden Schwiegertöchtern Rut und Orpa zurück. Als sie hört, dass die Hungersnot in der Heimat vorbei ist, macht sich Noomi auf den Heimweg, begleitet zunächst von den zwei Frauen - die sind jetzt alles, was von ihrer Familie übrig ist. Doch Orpa überlegt es sich noch einmal und möchte lieber daheim im Land Moab bleiben. Rut sieht sich iher Schwiegermutter verpflichtet und geht mit ihr in die Fremde.

Noomi sagt zu Rut: "Schau! Deine Schwägerin ist umgekehrt zu ihrem Volk und zu ihrem Gott. Mach es wie sie: Kehr um!" Aber Rut antwortet: "Schick mich nicht fort! Ich will dich nicht im Stich lassen. Ja, wohin du gehst, dahin gehe auch ich. Und wo du bleibst, da bleibe auch ich. Dein Volk ist mein Volk, und dein Gott ist mein Gott! Wo du stirbst, da will auch ich sterben, und da will ich auch begraben sein. Der Herr soll mir antun, was immer er will! Nichts kann mich von dir trennen außer dem Tod." Noomi sah, dass Rut entschlossen war, mit ihr zu ziehen. Da hörte sie auf, es ihr auszureden. So wanderten sie gemeinsam nach Betlehem.

Fremd sein, das war noch nie ein Vergnügen. Freiwillig sucht sich das wohl keiner aus. Noomi und ihre Familie auch nicht. Eine Hungersnot zwingt sie, Haus und Hof zu verlassen und das Heil in der Fremde zu suchen. Wie oft ist im Alten Testament davon zu lesen, dass die Beziehungen zwischen Menschen im Lande Juda, Noomis Heimat, wo auch Bethlehem liegt, und den Moabitern nicht zum Besten bestellt waren. Andere Götter, eine andere Kultur: es braucht nicht viel, um schlecht voneinander zu reden, selbst wenn es eigentlich keinen Grund dafür gibt.

Worauf man sich auch früher immer schon verlassen konnte, das war die Familie. Aber das Schicksal kann grausam sein. Nach dem Tod der Männer: des Ehemannes und der Söhne, steht Noomi allein da - ohne Familie! Ganz allein? Nein, denn Rut steht treu zu ihr und wird ihr folgen: Ja, wohin du gehst, dahin gehe auch ich. Und wo du bleibst, da bleibe auch ich. Dein Volk ist mein Volk, und dein Gott ist mein Gott!

In der Not eine Familie zu haben, das konnte in Zeiten ohne Altersvorsorge und soziale Absicherung überlebenswichtig sein. Wer sorgt für jemanden, der alt und schwach ist, wenn nicht die nächsten Angehörgigen? Oft blieb dann für familienlose Menschen nur das Betteln.

Kürzlich starb in unserer Gemeinde hoch betagt eine allein stehende Frau. Schon weit in den 90ern war ihr Mann schon lange nicht mehr da, Kinder gab es nicht und die einzigen Angehörigen, ein Großneffe mit Frau und Tochter, lebten weit weg in der Gegend von Hannover. Die waren tatsächlich Ihre Familie! Feste wurden gemeinsam gefeiert, regelmäßige Besuche waren an der Tagesordnung. Allein die Beschränkungen des letzten Jahres machten natürlich auch der alten Dame zu schaffen. Wie gut, das es Familie gibt!

In Zeiten, wo es längst nicht mehr selbstverständlich ist, Kinder zu haben, entwickeln sich aber auch - Gott sei Dank! - andere Familienmodelle. Da passt ein älteres Ehepaar auf die Kinder von nebenan auf, wenn die Eltern bei der Arbeit sind. Nachbarn versorgen einander im Krankheitsfall und kaufen etwas ein, bringen einen Brief zur Post. Wie wichtig familiäre Bande sind, und mögen es auch Ersatzbande sein, die die gleiche Wirkung haben, merken wir meist erst in Zeiten der Krise. Das merken wir besonders gerade jetzt.

Wie gut, dass es Menschen wie Rut gibt, die damals wagte, an Noomis Seite in ein unbekanntes Land zu gehen und sich auf etwas Neues einzulassen! Lesen Sie gerne weiter, wie es ihr in der neuen Heimat erging. Das Buch Rut hat noch so manche spannende Wendung bereit und es ist nicht einmal umständlich zu lesen. Es ist das kürzeste Buch der Bibel und man hat es in einer guten Viertelstunde komplett durchgelesen!

 

Fürbitte

Gott, du Quelle des Lebens, wo du bist, zählen Hautfarbe, Herkunft und Geschlecht nicht mehr. Wo du wirkst, leben Menschen und Kulturen in aller Verschiedenheit miteinander. Wo du bleibst, können wir unsere Ängste und unsere Vorurteile hinter uns lassen. Darum bitten wir dich, Herr, sei bei uns, wirke unter uns und bleibe bei uns - jetzt und allezeit.

Guter Gott, wir bitten sich für alle, die benachteiligt werden auf Grund ihrer Hautfarbe, Herkunft oder Sprache, ihrer religiösen, kulturellen oder sexuellen Prägung - dabei denken wir besonders an die geflüchteten Meschen wie damals Noomi, die in der Fremde um Hilfe bitten. Hilf uns, dafür einzuteten, dass verfolgte Menschen in unserer Gesellschaft willkommen sind.

Lasst uns beten für Geschwister überall auf der Welt, die bedrängt und in Not sind. Für alle Menschen, die wegen ihrer Religion verfolgt werden, für alle, die es nicht leicht haben in der Fremde Wurzeln zu schlagen, um Kraft für den täglichen Kampf des Menschseins, um Solidarität mit Fremden weltweit, um das Band, das uns zusammenhält in dir, um deiner Liebe Willen.

Gott, wir bitten dich, erhöre unser Gebet     Vater unser im Himmel ...

 

(Pastor M. Friesicke-Öhler,  22. Januar 2021)

 

 

 

 

 

Neues vom Besuchsdienst in der Kirchengemeinde St. Michaelis

Der Besuchsdienst im Aufbau, der seit Anfang des Jahres geplant ist, hat sich umständehalber lange Zeit nicht treffen können und ist am 20.Oktober 2020 zum ersten Mal zusammengekommen.

Zur Zeit sollen die Kontakte mit Menschen aufgrund der Ansteckungsgefahr mit dem Cornona-Virus so weit wie möglich vermindert werden. Deswegen kamen die Beteiligten einvernehmlich zu der Entscheidung, mit Besuchen anlässliche von hohen Geburtstagen, Jubiläen und anderen Anlässen so lange zu warten, bis sich eine allgemeine Entspannung der Situation abzeichnet. Wir kamen überein, zu Anfang des neuen Jahres eine aktuelle Bewertung der Lage vorzunehmen und auch weiterhin für telefonische Kontakte zur Verfügung zu stehen.

Rufen Sie gerne an!

 

Hier die Ansprechpartner*innen des Besuchsdienstes:
Julia BoninTel.: 3 38 93 26
Beate DörgeTel.: 8 00 39
Petra EngelhardtTel.: 3 38 93 26
Michael Friesicke-ÖhlerTel.: 438 72 65
Monika KampTel.: 83 02 89
Christel KohnertTel.: 9 27 67

(M. Friesiche-Öhler, November 2020)